"Hat Grün-Rot kein Interesse an Umweltengagement im Mittelstand?"

Enttäuschung über mangelnde Resonanz aus Stuttgart

Die grün-rote Landesregierung zeigt scheinbar wenig Interesse an praktiziertem Umweltschutz im Mittelstand, bemängelt Karl-Heinz Schneider, Geschäftsführer der K.-H. Schneider GmbH und Betreiber mehrerer Rastanlagen, Hotels und Gastronomiebetriebe im Südwesten. Zum Hintergrund: Der Unternehmer hatte die Landesminister Alexander Bonde und Winfried Hermann bereits mehrfach zum Besuch seines neuen, weitgehend CO2-neutral betriebenen Rasthof eingeladen, auf seine Anfragen jedoch bis heute keine Antwort erhalten.


Mit seinem für rund 2,5 Mio. Euro vollständig umgebauten und jüngst wiedereröffneten Shell-Autohof in Kappel-Grafenhausen unterstreicht Karl-Heinz Schneider sein langjähriges Umweltengagement: "Dabei haben wir sämtliche Investitionen selber finanziert, ohne hierfür öffentliche Fördergelder in Anspruch zu nehmen!"

 Neben einer Wärmepumpe wurde auf dem Tankstellendach eine große Solaranlage eingerichtet. Die komplette Tankstelle ist mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Somit kann der gesamte Autohof weitgehend CO2-neutral betrieben werden. Zusätzlich wurden zwei E-Smarts angeschafft: Die innovativen Energiesparer werden von Autohof-Kunden gegen Kostenbeteiligung für Probefahrten genutzt. In Zusammenarbeit mit der EnBW wird nun auch eine der ersten Elektrotankstellen direkt an einer Autobahn im Südwesten eingerichtet. Und mit ihrer Wasseraufbereitungsanlage zeigt sich selbst die neue PKW-Waschanlage als Plus für die Umwelt.

 Beim ebenfalls zu Schneider gehörenden Europa-Park-Rasthof Herbolzheim sind bereits seit Jahren eine Windkraftanlage mit einem jährlichen Ertrag von 700.000 kW, eine sonnennachgeführte Photovoltaikanlage sowie eine Erdgastankstelle in Betrieb. Hier steht überdies eine vollautomatisierte Messstelle bereit, die bei Überfahrt eines LKWs eine Reifenzustandsprüfung vornimmt. Dies reduziert den Kraftstoffverbrauch und Reifenabrieb. Reifenpannen wie Unfälle lassen sich wirkungsvoll verhindern und die Umwelt profitiert ebenfalls.

 "Außer meinen beiden Autohöfen habe ich vor drei Jahren eine Genossenschaft gegründet, die sich der LKW-Parkplatzproblematik annimmt", ergänzt Karl-Heinz Schneider. Mit dem unter www.systemparken.de angebotenen Reservierungsservice entfällt die für Fahrer und Spediteur zeitraubende und aufwändige Suche nach einem LKW-Parkplatz an der Autobahn.

 "Unsere innovativen verkehrs- und umweltpolitischen Konzepte bieten ausreichend Anlass, mit den Verantwortlichen der Landesregierung ins Gespräch zu kommen", erklärt Karl-Heinz Schneider sein Anliegen.

 Aus diesem Grund lud der Unternehmer Alexander Bonde, ehemals Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Emmendingen-Lahr und seit Mai 2011 Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, zur Inbetriebnahme der Stromtankstelle ein. Auch der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann, mit dem Schneider bei Veranstaltungen des "Deutschen Verkehrsforums" in Berlin im Gespräch war, erhielt eine Einladung.

 "Trotz freier Terminwahl habe ich bis heute keinerlei Antwort auf meine Anfragen erhalten", zieht Karl-Heinz Schneider enttäuscht Bilanz.

Für die Umwelt

Traditionell engagiert im Umweltschutz: Mit seiner Windkraftanlage verfügt der Europa-Park-Rasthof über ein weithin sichtbares Markenzeichen, das zugleich 220 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen kann.

Dort liefert zudem eine Photovoltaik-Anlage saubere Solarenergie. Zudem verfügt der Europa-Park-Rasthof über eine Erdgastankstelle. Bereits seit 2003 wird in der modernen PKW- und LKW-Waschanlage durch Wasser- aufbereitung das Trinkwasser geschont.

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