Vollautomatisierte Messstelle prüft den Zustand von LKW-Reifen:

CLASSIS® feiert Deutschland-Premiere in Herbolzheim

Die K.-H. Schneider GmbH investiert gemeinsam mit der Waldshut-Tiengener ProContour GmbH in Umweltschutz und maximale Verkehrssicherheit für LKW: Auf dem Gelände des Europa-Park-Rasthofes an der A5 in Herbolzheim steht ab sofort CLASSIS® bereit, eine vollautomatisierte Messstelle zur Prüfung des Reifenzustandes. Fachleute und Verkehrsexperten zeigen sich beeindruckt von der Funktionalität, der exakten Messung sowie der schnellen Datenerfassung.


Alle sechs Minuten platzt auf Deutschlands Straßen ein Reifen. Fast jeder LKW-Reifen fährt mit zu niedrigem Luftdruck und viele sind mit zu wenig Profil unterwegs. Doch die Reifenkontrolle ist zeitaufwändig, wenig komfortabel und oft nur eingeschränkt zuverlässig, da die Fahrzeuge dauernd im Einsatz sind. Das Ergebnis ist ein zu hoher Kraftstoffverbrauch, ein zu starker Reifenabrieb, unvorhergesehene Standzeiten wegen Reifenpannen sowie im schlimmsten Fall ein Unfall.

 CLASSIS®-Messstellen basieren auf einem mehrfach patentierten Messverfahren und ermöglichen bei der langsamen Überfahrt eines LKWs eine Reifenzustandsprüfung. Neben dem Reifenfülldruck werden die Profiltiefe, das Abriebbild sowie die Achslast gemessen.

 "Wir sind von der Zukunftsfähigkeit dieser automatischen Reifenzustandsüberwachung überzeugt und bieten deshalb bei uns die erste frei zugängliche Messstation“, erklärt Karl-Heinz Schneider, Betreiber des Europa-Park-Rasthofes in Herbolzheim. Das System verschafft allen Beteiligten zahlreiche Vorteile.

 So profitieren Umwelt und Gesellschaft von zunehmender Verkehrssicherheit im Lastverkehr und einer signifikant niedrigeren Umweltbelastung durch weniger CO2. Der Fahrer ist mit mehr Sicherheit unterwegs und sieht Kontrollen entspannt entgegen. Spediteure und Flottenbetreiber können mit CLASSIS® ihre Kosten reduzieren und die Prozesse optimieren. "Und für unsere Rastanlage bedeutet dies eine wichtige Ergänzung des Dienstleistungsspektrums", ergänzt Karl-Heinz Schneider.

 Neben Herbolzheim sind für 2011 bereits 10 weitere Installationen in ganz Deutschland geplant, sodass schnell ein flächendeckendes Netz von 90 Stationen entsteht. Je mehr Messstellen, desto umfassender die Datenerfassung und desto größer der Nutzen für alle Beteiligten.

 "Der Nutzfahrzeugverkehr muss in Zukunft noch mehr professionalisiert werden; die Prozesse müssen exakt aufeinander abgestimmt, Pannen und unnötige Standzeiten vermieden werden“, erläutert Frank Schäfer, Geschäftsführer von ProContour. Er beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit den Anforderungen der Spediteure und weiß, dass jeder Cent in dem immer härteren Wettbewerb zählt. Die ersten Speditionen haben sich bereits für CLASSIS® entschieden und werden die laufenden Feldversuche mit ihren Flotten begleiten.

 CLASSIS® Lkw-Reifenzustandsmessung: Wie funktioniert das?

 Europaweit werde an den Hauptschlagadern des Güterlastverkehrs knapp 400 Messstellen an ausgesuchten Rastanlagen eingerichtet. Diese CLASSIS®-Messstellen erfassen die Reifendaten und übermitteln diese an autorisierte Empfängern per SMS oder internetbasiertem Datentransfer. Zeitgleich erfahren beispielsweise sowohl der Flottendienstleister als auch der Spediteur, ob der Lastzug, der gerade Ruhepause in Herbolzheim macht, mit dem richtigen Reifendruck unterwegs ist. Oder ob er vorne links neue Reifen braucht; oder ob er die Spureinstellung an der ersten Trailerachse überprüfen muss. Auch der Fahrer kann über sein Fahrerinformationssystem, sein Mobiltelefon oder ein ausgedrucktes Messprotokoll an der Rastanlage in diesen Informationsaustausch eingebunden werden.

 Ähnlich gute Reifendruckprüfungs-Systeme in On-Board Units, den sogenannten TPMS gibt es bereits. Allerdings sind diese in der Regel mit sehr hohen Kosten pro Einheit verbunden und bieten kein derart umfassendes Informationssystem sowie keinerlei Profiltiefen-, Abriebbild- und Achslastdaten. Bei CLASSIS® entstehen nur pro Überfahrt Kosten (Pay per Use), die können je nach Vereinbarung sogar vom Reifendienstleister übernommen werden.

Für die Umwelt

Traditionell engagiert im Umweltschutz: Mit seiner Windkraftanlage verfügt der Europa-Park-Rasthof über ein weithin sichtbares Markenzeichen, das zugleich 220 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen kann.

Dort liefert zudem eine Photovoltaik-Anlage saubere Solarenergie. Zudem verfügt der Europa-Park-Rasthof über eine Erdgastankstelle. Bereits seit 2003 wird in der modernen PKW- und LKW-Waschanlage durch Wasser- aufbereitung das Trinkwasser geschont.

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